Skitouren und Entspannen am Reschenpass

 

Wir starten am Freitagmorgen früh um sechs Richtung Reschenpass um dort die letzten Skitourentage noch zu geniessen. Leider haben in den letzten Tagen noch zwei Leute krankheitsbedingt absagen müßen und so beginnt die Tour mit einer ausführlichen Planung was, wo, und wie in’s Auto kommt. Am Ende schaffen wir es immerhin mit sieben Personen mit nur zwei Autos zu fahren.

Statt zum Hotel geht es vor Ort gleich auf die erste Tour. Die Valbenairspitze war unser Ziel. In Melag unserem Ausgangsort gab es dann eine große Überraschung. Dort stand der 9-Sitzer vom Carsharing aus Friedrichshafen. Aber niemand aus der Gruppe war weit und breit zu sehen. Also starteten wir erstmal zu unserer eigenen Tour. 1300hm auf die Valbenairspitze sollte es gehen. Für einige war es der erste 3000er der Wintersaison. So kamen leider nicht alle auf den Gipfel. Für die besteiger bot sich für die Anstrengung eine wunderbare Aussicht bei herlichstem Sonnenschein. Ortler und Königsspitze schienen nur wenige hundert Meter entfernt. Aber auch die weit entfernten Bekannten wie der Piz Palü und der Bianco waren zu sehen.

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Die Abfahrt hielt dann alles an Überraschungen bereit, was Schnee so bieten kann. Hier und da gab es Powder, aber auch vereiste alte Abfahrtsspuren und etwas Bruchharsch. Dafür trafen wir am Ende noch unsere Freunde, die mit dem Carsharing Transporter angereist waren. Neben einem großen Halle und vielen Berichten bekamen wir einen wertvollen Tip – die Südhänge sind besser zum Abfahren!

Mit dieser wichtigen Info fuhren wir zum Hotel. Dort wärmten wir uns unter der Dusche und in der Sauna erstmal richtig auf, bevor wir wunderbar verköstigt wurden. Danach gingen wir mit den beiden Tourenleitern noch die Optionen für den nächsten Tag durch. Aus den vorgeschlagenen Touren wurde die Portlesspitze ausgewählt und alles entsprechend gepackt. Am nächsten Morgen starten wir also super motiviert und dann am Parkplatz die große Enttäuschung. Die Südhänge sind besser zu befahren. Aber an viele Stellen auch schon sehr grün. So auch an unserem Wunschgipfel.

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Zum Glück haben wir am Abend mit ein paar Alternativen geplant. Also kurz geschaut und dann ging es doch auf den Upikopf, der vom Parkplatz weg Schnee hatte. Bei schönstem Sonnenschein stiegen wir zum Gipfel auf. Dort kamen leider wieder nicht alle an. Einer unsere Mitstreiter konnte bei knapp unter 3000 einfach nicht mehr weiter. Wahrscheinlich hat er das einer Blutspende eine Woche zuvor zu verdenken. Die Abfahrt erfolgte auf butterweichem Firn. So gut, dass einige sich noch einen extra Anstiege von ein paar hundert Höhenmetern aussuchten um sich mehr davon zu gönnen. 

Wieder zurück im Hotel genossen wir die Sauna und das Fünf-Gänge-Menü, bevor es an die Planung für den nächsten Tag ging. Die gestaltete sich schwieriger als gedacht. Wir wollten nicht noch weiter nach Italien reinfahren, wollten wir doch auch noch zurück nach Friedrichshafen. Die Erfahrung mit den grünen Südhängen an der Portlesspitze war uns auch noch sehr lebhaft in Erinnerung. Am Ende wurde es die Vernunftentscheidung auf den Glockhause zu gehen. Auch wenn schon sicher war, dass wir nicht alleine sein würden. So trafen wir am nächsten Tage am Gipfel auch viele andere an. Das Wetter war uns sehr gesonnen und die Verhältnisse gut. So war es auch verständlich, dass so viele andere auf diesen Gipfel wollten.

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Diesmal kamen auch alle aus unserer Gruppe auf dem Gipfel. Wenn auch der eine oder andere mit etwas zeitlicher Verzögerung. Die Abfahrt bestritten wir dann aber wieder alle zusammen, bevor es nach eine Cappuccino Richtung Passhöhe ging. Kurz vor der Grenze frischte noch mancher seinen Vorrat an gutem Schinken und Käse auf. Nicht zu spät kamen wir alle gesund und müde in Friedrichshafen an und waren uns einig im nächsten sicher wieder mit unseren beiden Tourenleiter loszuziehen.