„Braunarlspitze“: Der Komödie erster Teil - Wanderung der ALPINplus

Das friedliche Geplätscher der Bregenzerache, die verwelkte Romantik einer Talabfahrts-Glühweinbude an einem Spätsommermorgen, der Felsaufbau des Gipfelziels in der Morgensonne. Besser hätte ein Bergtag nicht starten können, erst recht, wenn so motivierte Wanderer am Start waren wie unsere Achtertruppe.
 
Doch aller guten Dinge sind zumindest mehr als eins – beim ersten Plan, die Braunarlspitze zu besteigen, machte uns die Wettervorhersage schon am Vortag einen Strich durch die Rechnung. Die soziale Energie der Acht war jedoch unmissverständlich. Völlig unbeirrt fuhren wir gemütlich am späten Morgen los, um als alternatives Regenprogramm die Hohe Kugel zu schieben.

hohe Kugel Parkplatz

Ein paar Wegebaukameraden sorgten bereits zu Beginn für ein Humorniveau, das für die flachere Tour angemessen schien. Mit Untermalung der ständigen Versprechen seitens der Organisatorin, der Regenteppich werde „nach 12 Uhr“ aufklaren, stapften wir mehr über Stock als über Stein gen Gipfel.
Bis auf ein paar despektierlich herabblickende Kühe hatten wir dieses beliebte Ziel überraschenderweise komplett für uns, bei einem Ausblick, der uns die Sprache verschlug. Einmal meine ich, das Bodenseeufer gesehen zu haben, auch wenn sieben andere Mitwanderer steif und fest behaupten, das sei die Rheintalautobahn gewesen.

hohe Kugel Gipfel

Glücklich und durchnässt nach einer Glitschpartie bergab wurden wir im Naturfreundehaus in Millrütte von einer verblüfften Dame empfangen, die unsere komplizierten Bestellungen geduldig hinnahm und uns zur Kaspressknödelsuppe sogar den ganzen Suppentopf auf den Tisch stellte.

Pünktlich um 15:30 strahlte wie versprochen die Sonne ;-)
Scherz beiseite: Zu keinem Zeitpunkt oder Wasserstand kippte die durchweg lustige Stimmung. Es war eine wahre Freude!
 
Bilder: Kanali
Musik: Helge
Text: Kanali