Die JDAV hatte dieses Jahr nach Nürnberg zum Bundesjugendleitertag geladen und wir – Jugendreferentin und vier Deligierte – folgten der Einladung trotz erschwerten Bedingungen wegen des Schienenersatzverkehrs zwischen Friedrichshafen und Lindau. Nach einem verpassten Zug und Erfahrungen fürs Leben (einer ist zum ersten Mal in seinem Leben ICE gefahren) kamen wir endlich in Nürnberg an, fanden die Jugendherberge und bezogen unsere Zimmer. Wir gönnten uns noch ein spätes Abendessen im Burger-Restaurant gingen bald ins Bett, um für die Diskussionen und Inhalte am nächsten Morgen fit zu sein.

Lena, Jan, und Schmidtie im Bürgerrestaurant

(Bild: Michael Oettel)

Am Mittwochnachmittag vor Himmelfahrt startete unsere kleine Gruppe im vollgepackten Auto ins verlängerte Wochenende. Leider waren wir nicht die einzigen, die übers Wochenende wegfahren wollten. Somit standen wir mehrmals im Stau und brauchten 4 ½ Stunden bis zum Zeltplatz in Waischenfeld/Fränkische Schweiz. Aber wir hatten noch Glück – Micha, der schon vorgefahren war, brauchte sogar 5 ½ Stunden. 

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Für die Jugend wurde am vergangenen Wochenende der Winter offiziell beendet – beladen mit großen Rucksäcken ging es zum Anklettern ins Donautal. Am Samstagmorgen fuhren wir mit dem Zug über Radolfzell und Immendingen nach Hausen i. Tal. Die Zeit unterwegs konnten wir schonmal für eine kleine Material- und Gebietskunde nutzen. So wurden Reepschnüre und Bandschlingen begutachtet, die Sache mit den Kilonewton wiederholt und über die Helmpflicht am Fels aufgeklärt. Nach der gemütlichen Zugfahrt schleppten wir unsere Rucksäcke zu unserer Unterkunft. Da das Ebinger Haus leider schon belegt war, hatten wir eine Alternative näher am Bahnhof, aber weiter weg vom Feld genommen. Nach einer kurzen Pause, in der wir unsere Rucksäcke umpackten und ein kleines Kennenlernspiel veranstalteten, machten wir uns mit Sack und Pack auf in Richtung Stuhlfels. Manch einer merkte im Aufstieg zum Übungsfels zum ersten Mal, dass der Zustieg beim Klettern eben doch auch hart sein kann.

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Zustieg_lindauer.jpgEin Wochenende ganz unter uns Jugendleitern sollte es werden – um uns auszutauschen und gemeinsam für die Sommersaison im Klettern und wandern fit zu machen ging es für drei Jugendleiter, einen Anwärter und ihre Jugendreferentin vergangenes Wochenende auf die Lindauer Hütte. Nachdem letzte Verwirrungen das Material und die nicht optionale Packliste betreffend ausgeräumt waren, machten wir uns am Samstagmorgen auf ins schöne Montafon. Am Parkplatz wurden noch die Seile verteilt und die teils großzügig bemessenen Rucksäcke gaben bereits Anlass zu einer kleinen Diskussion übers Rucksackpacken und –schleppen. Gut gelaunt machten wir uns mit den nicht unbedingt leichten Rucksäcken auf den Weg zur Hütte – schließlich hatten wir neben den alpinen Basics auch einiges Anschauungsmaterial zum Üben und Ausprobieren dabei.

Am Samstag den 21. April sind wir um 7:25 Uhr voller Vorfreude am Stadtbahnhof gestartet. Mit zwei Umstiegen in Radolfzell und Immendingen sind wir um 10 Uhr in Hausen im Tal angekommen. Nach einem 20-minütigen Marsch waren wir am Ebinger-Haus, wo uns der Hüttenwart schon erwartete. Bei bestem Wetter ging es auch gleich zum Übungsfels, wo uns Hannah, Schmidtie, Markus & Jan gleich ein paar „Topropes“ eingehängt haben. Wir kletterten uns ein bisschen ein und versuchten dann auch einige Routen im Vorstieg.

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