Bevor wir mit dem Abfahrtstraining beginnen konnten, mussten die Höhenmeter zu unseren Gipfelzielen, Kolme und Goldlochspitz, zuerst einmal bewältigt werden. Belohnt wurden wir dafür mit Sonnenschein und schöner Aussicht hoch über dem Rheintal. Auf den letzten Metern zum Gipfel war dann auch die Beherrschung von Spitzkehren im steilen Gelände gefragt.
Das stürmische Wetter und die hohen Temperaturen der letzten Tage hatten dem Neuschnee vom vergangenen Wochenende stark zugesetzt. Statt knietiefem Pulverschnee erwarteten uns bei der Abfahrt sehr wechselhafte Bedingungen, von verspurtem, windverpressten Schnee und abgeblasenem Harsch im oberen Bereich bis hin zu schwerem, durchnässten Schnee im unteren Bereich der Tour. Wir fanden also ideales Übungsgelände für unser Abfahrtstraining. Es ging schließlich darum, die Merkmale hochwertigen Kurvenfahrens in die Praxis umzusetzen und an unterschiedliche Situationen (Schneeart, Geländeform) anzupassen.
Jeder hatte ausreichend Gelegenheit an seiner Skitechnik zu feilen und den richtigen Rhythmus zu finden.
Leider erlaubte das Gelände nicht immer die angestrebte rhythmische Fahrweise.
Jetzt heißt es, dranzubleiben und den Fahrstiel weiter zu verbessern. Bei aller Theorie hilft am Ende doch nur üben, üben, üben!
Bericht: Dirk Amos