Auto | © DAV-FN / Christian Feil

Schesaplana von Süden

Spannung bis zum Schluss

15.08.2026

Bis kurz vor unserem Gruppentreffen sah es so aus, als ob die Tour mangels Teilnehmer entfallen würde. Dann fanden sich aber doch 8 motivierte Bergwanderer, sodass wir in Vollbesetzung nach Seewis aufbrachen. Die Wettervorhersage war nicht eindeutig, sodass wir uns schon um 06:00 am DAV Haus trafen und pünktlich starten konnten. In Seewis konnten wir dann wie auf der Website der Gemeinde beschrieben eine Fahrbewilligung buchen und den Almweg bis zur Schesaplanahütte hochfahren. Das war der erste spannende Teil der Tour, der sowohl Fahrer als auch Mitfahrer schwer forderte. Ohne Zwischenfälle haben wir es aber tatsächlich bis zur Hütte geschafft, die letzten Meter allerdings nur mit leerem Fahrzeug. 

Bei bestem Wetter starteten wir dann in den Schweizerweg, der uns in durch die Südwand der Schesaplana führte. Gelegentlich mussten die Hände eingesetzt werden, den anspruchsvollsten Teil haben wir uns selbst gesucht, da wir kurz den Weg verloren hatten. Unterhalb des Gipfels war es mit der Bergeinsamkeit dann schnell vorbei, und der letzte steile Anstieg musste noch bezwungen werden. Oben Angekommen hatten wir eine tolle Aussicht zum Lünersee und auch der Bodensee war zu sehen. Im Abstieg war dann wieder viel Verkehr bis zum Abzweig zur Gamsluggen. Ab dort waren wir dann fast wieder alleine unterwegs. Nach dem Durchstieg zurück auf die Südseite ließen wir dann die Totalp und ihr Geröll hinter uns und wanderten auf dem sattgrünen Rätikon Höhenweg Süd zurück zur Schesaplanahütte. Nach kurzer Zeit hörten wir dann das erste Donnern, und nach 15 Minuten begann es dann doch noch zu regnen. Also Regenjacken an und schnellstmöglich zur Hütte. Zum Glück bewegten wir uns wohl nur am Rand des Schauers, sodass wir nicht allzu nass wurden. Kurz vor der Hütte hörte der Regen dann auch aus, die Sonne kam zurück und wir konnten auf der Terrasse noch ein Abschlussgetränk und Kuchen genießen. 

Auf Anfrage beim Hüttenwirt, welcher Fahrweg denn der bessere sei, wurde uns geraten, an der Valarsäge vorbeizufahren. Dort sollte eigentlich eine Schranke sein, die haben wir aber nicht gefunden. Der erste Kilometer war zwar ähnlich herausfordernd wie bei der Anreise, dann wurde die Straße aber deutlich besser, sodass wir ohne weiteren Angstschweiß zurück nach Seewis kamen und von dort weiter nach Friedrichshafen.